Biographie
Die Geschichte von RINGO beginnt im Jahre 1996 an der Jazzschule Bern. Mike Moling und Adrian Stern sitzen in den hintersten Reihen einer Harmonielehre-Vorlesung und zeichnen elektrische Gitarren ins Notenheft, statt sich für Mollblueskadenzen zu interessieren. In den Pausen spielen die beiden Police-Songs und beschliessen als Antwort auf den täglichen Bebop-Schuldrill, eine Popband zu gründen. Gemeinsames Vorbild ist dabei das Pianotrio „Ben Folds Five“, das Duke-Ellington-Harmonien mit Sex-Pistols-Power kombiniert. Nach vielversprechenden Anfängen in einer gemeinsamen Band trennen sich die musikalischen Wege der beiden, Adrian beginnt mit seiner Mundart-Karriere, Mike schreibt Tom-Waits-artige Italosongs für seine Band SARDA. Immer aber, wenn sich die beiden treffen, reden sie von den alten Zeiten und dem Traum, eine Band wie Ben Folds Five zu gründen. 2007, auf einer gemeinsamen Fahrt nach München an ein Ben Folds Konzert, ermutigt Adrian Mike zum Schreiben von Songs, die in einem Klaviertrio gespielt werden können und doch die nötige Rock-Power haben. Ein paar Monate später findet die erste Probe statt: Mike spielt Piano und singt, Adrian spielt Bass und bringt noch den Drummer Niklaus Gehring (Baschi, Blue Veins) mit. Allen dreien ist klar, dass sie hier einen Sound kreiert haben, den es so noch nicht gibt: Die barockartigen Klavierhar-monien und ausgetüftelten Chorgesänge kombiniert mit verzerrtem Bass und Uptempo-High-Energy Getrommel, das ist wie Chili–Schokolade fürs Ohr. Dazu kommen die witzigen Alltagsgeschichten in den Mundarttexten, die wiederum einen reizvollen Gegensatz zum „grossen Kino“ der Musik bilden. Nach dieser Idee entsteht auch der Name RINGO – gerade dem am wenigsten beachteten Mitglied der Überpopband Beatles möchte diese Band mit Texten und Musik ein schmunzelndes Denkmal setzen.
Trotz aller Begeisterung merkt Adrian, dass er mit seiner Solokarriere zu beschäftigt ist, um mit einer zweiten Band durchzustarten, und Mike fühlt sich in der Rolle als Sänger nicht wohl. Wiederum hat Adrian die zündende Idee: Nachdem er schon den Drummer beigesteuert hat, empfiehlt er Mike seinen damaligen Bassisten, Simon Kaufmann, der gleichzeitig ein hervorragender Sänger ist. Im Sommer 2008 treffen sich die drei von Herrn Stern „gecasteten“ Musiker in Zürich Wiedikon zur ersten Probe – und sie merken sofort, dass diese Band funktioniert. Simons Stimme und Willisauer-Akzent passen hervorragend zum punkig-schönen Grossleinwandsound, und nun geht es Schlag auf Schlag: Im Januar 2009 spielen RINGO ihr erstes Konzert in Zürich. Im Februar 2009 nehmen die drei Jungs ihre erste Demo-Platte auf und schon bald begleitet sie eine treue Fanschar auf ihrer ersten Konzerttour bis Frühling 2010. Nebst den Konzerterfolgen beteiligen sich RINGO am ‚Acoustic-Songcontest’, wo sie unter 200 Bands den 5. Rang belegen. Durch den eigens für den ‚IGSU-Anti-Littering’ Songcontest geschriebenen Song ‚Abfau ond Schärbe’ gewinnen sie sogar den 1. Rang.
Inspiriert durch die positiven Echos entscheiden sich RINGO, im Mai 2010 ein Album aufzunehmen. Dave Hoffmann und Frank Niklaus (Heidi Happy, Coal, Reto Burrell) von Somarecords wirken als Recording Engineers, Mixer und Produzenten. Beim Feinschliff der Texte hilft Roman Riklin mit (Autor des Musicals ‚Ewigi Liebi’, Mitglied von ‚Heinz de Specht’, ‚Marius und die Jagdkapelle’). Für die Single „Tusig Mal“ kann Simon seine alte Willisauer Kollegin Frölein Da Capo (SF DRS Sendung ‚Giaccobo-Müller) für ein Duett gewinnen.
Das Album RINGO (Vertrieb: Nation Music) wird im Mai 2011 aus der Taufe gehoben und ab Herbst 2011 freuen sich RINGO ihre Alltagsgeschichten im grossen Kinogewand live auf den Schweizer Bühnen zu präsentieren.