Biographie
Die Band popfood besingt das Leben
im Weltformat, benutzt den Hochglanz
der Unterhaltungsindustrie als Spiegelbild
des Alltags und entdeckt darin die
Abgründe und Sehnsüchte unserer
eigenen kleinen Existenz. Im Mittelpunkt
der Songs stehen Sternchen und Stars
aus der wilden Showwelt. Sie sollen
und wollen uns gefallen. Und bleiben
dabei ganz Mensch: Sie sind auf Entzug,
auf Diät oder einfach aus dem Tritt.
Und wir können nicht anders als
mitzuleiden. Oder uns ganz köstlich
zu amüsieren.
Musikalisch wurde der Singer-Songwriter
Markus Schönholzer von einer Journalistin
einmal mit einem Schatzgräber verglichen.
Für die Songs von popfood ist er erneut
in diese Rolle geschlüpft. Und so ist er, nicht
ganz überraschend, auf unterschiedlichste
Schätze gestossen. Diese tauchen gleich
einer Fata Morgana auf, um – kaum
wahrgenommen – auch schon wieder zu
verschwinden. Mal ertönt eine beatleske
Melodieseligkeit, dann meint man auf den
zynischen Randy Newman zu treffen, um
Bruchteile später an die schönschrägen
Melodien von Ween erinnert zu werden.
Gerade diese dezenten und kaum fass-
baren Referenzen machen Schönholzers
Songs zu etwas ganz und gar Eigen-
ständigem. Mit seiner Band popfood erzeugt
er schillernde Momente voller Leichtigkeit,
spielt gleichzeitig mit dem Tiefsinn der
verführerischen Ironie und verströmt damit
eine unwiderstehliche Anziehungskraft. Wie
eine Fata Morgana in der Wüste.